Der Bildungskompass

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Lerntherapeutisches Institut

 

Lerntherapie & Förderung


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Was ist lernen?


Lernvorgänge aller Art vollziehen im Gehirn ähnliche Veränderungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob bewusst oder unbewusst gelernt wird. Die Sinnesorgane, welche zuständig sind für die Wahrnehmung von Reizen, wie z. B. Formen, Farben und Töne, verfügen über eine Vielzahl von Sinneszellen, die Informationen zu den Eindrücken sammeln, in elektrische Impulse umwandeln und über die Nervenbahnen an das Gehirn weiterleiten. Über 100 Milliarden Nervenzellen im Gehirn sorgen für die Weiterverarbeitung der Reize und bilden Verästelungen zwischen den Zellen, um einen Informationsaustausch zu erreichen. Die Verdickungen, welche sich an den Berührungspunkten bilden, sind Synapsen. Durch elektrische Impulse zwischen den Nervenzellen können nun Reize gemeinsam ausgewertet werden. Durch die Wiederholung gleicher Eindrücke verdicken sich die Synapsen zwischen diesen Nervenzellen, sodass zukünftige Reize dieser Art wieder zu entsprechenden Reaktionen führen. Der Mensch hat gelernt und das Gehirn wird häufig genutzte Synapsen auch in Zukunft vermehrt benutzen. Dieser Lernprozess funktioniert sowohl bei erwünschten als auch unerwünschten Verhaltens- und Reaktionsweisen gleichermaßen.

Biologisch betrachtet scheint also das Lernen ein logischer, nachvollziehbarer Prozess zu sein. Doch in der Umsetzung in der wahrnehmbaren Realität des Menschen scheint der Vorgang so subjektiv wie paradox zu sein. Dies führt zu der Frage, warum Menschen das Lernen und den Lernerfolg unterschiedlich empfinden und bewerten. Lernen wir alle das gleiche und auch auf gleiche Art und Weise? Was könnten Vorteile sein, um effizient lernen zu können?


Lerntherapie & Therapie bei Teilleistungstörungen

Eine Lerntherapie ist ein individuell gestalteter und optimal strukturierter Förderprozess, der es Kindern und ihren Familien ermöglicht an den Stellen anzusetzen, welche Schwierigkeiten bereiten. Die Schüler lernen ihr Lernverhalten zu steuern und zu organisieren. Eine ressourcenorientierte Planung der professionellen Lerntherapie ist die Voraussetzung für eine zielführende und individuelle Zusammenarbeit.

Allgemein formuliert befasst sich Lerntherapie mit gestörten Lernprozessen, Lernentwicklungen
und deren Auswirkung auf die beteiligten Personen. Sie stellt ein Förderangebot, in erster Linie für Kinder und Jugendliche dar, welche Schwierigkeiten in den Bereichen Lernen und Leistungen zeigen und setzt meist dann ein, wenn schulische Maßnahmen nicht mehr greifen.

Unterschiedlichste Methoden und Techniken finden in unserer Arbeit Einfluss, um den Familien in größtmöglichem Umfang Hilfe anbieten zu können. Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, hervorragend ausgearbeitetes Material und kompetente Mitarbeiter begleiten jede Therapiemaßnahme.

Im Rahmen von Teilleistungsstörungen (wie Dyskalkulie, Rechenschwäche, Legasthenie oder Lese- Rechtschreibschwäche) unterstützen wir durch die Diagnostik und Erstellung eines individuellen Therapieplanes auf der Grundlage differenzierter Testverfahren sowie durch individuell angepasste Therapiemaßnahmen.

Die Therapien finden wöchentlich nach individueller Terminvereinbarung statt. Die Lerneinheiten umfassen in der Regel 60 bis 90 Minuten und finden in Kleinstgruppen mit jeweils 2-3 Kindern statt. Sonderregelungen aufgrund von besonderen Voraussetzungen sind gerne möglich.

Auch isolierte Aufmerksamkeits- und Lernkompetenzförderungen können vereinbart werden.

Während der Schulferien werden neben Prüfungsvorbereitungskursen auch Intensivkurse im Rahmen der lerntherapeutischen Förderung angeboten.

Finanzielle Unterstützung:

Lassen Sie sich zu einer Diagnosestellung und Therapie bei uns oder in Ihrem zuständigen Jugendamt über Leistungen der Jugendhilfe und des Bildungspaketes beraten.


Lernförderung

Im Rahmen des Bildung- & Teilhabegesetzes gewähren Kommunen bundesweit seit dem 01.04.2011 Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwächeren Familien, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, zusätzliche Leistungen, z. B. in Form von Mittagsverpflegung und Schulbedarf. Darunter fällt auch der Lernförderbedarf. Anträge und Informationen erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Amt und bei uns.


Prävention & Frühförderung

Damit Lernen gelingt, muss zunächst verstanden werden, was das Wort eigentlich beinhaltet. Lernen ist ein hochkomplexer Prozess, in welchem das Ineinandergreifen verschiedener Ressourcen Voraussetzungen für einen optimalen Lernprozess darstellen. Das Konstrukt Lernen muss erlernt werden und zwar möglichst so, dass der Lernende optimal und individuell unterstützt wird. Ein Training im Bereich Prävention ist also nicht nur das Vorbeugen einer möglichen Lernschwäche, sondern vielmehr ein Aufbau von Wissen, Selbsterfahrung und Know-How rund um das Thema Lernen.

Lassen Sie sich beraten und entdecken Sie gemeinsam mit Ihren Kindern wie erfolgreich lernen sein kann. Im Bildungskompass sind alle Kinder ab 5 Jahren herzlich eingeladen, an den Frühförderkursen teilzunehmen.





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